in letzter Zeit haben sich mehrere positive und problematische Dinge in Mosambik ereignet, auf die unser Förderverein reagiert hat. Zunächst eine erfreuliche Aktion von Andrea und Elisa, beide bei der Firma Hensel in Lennestadt beschäftigt.
Sie boten uns 53 sehr schöne T-Shirts ihrer Firma für die Schülerinnen und Schüler des Zentrums Cristo Rey in Gorongosa an. Unser Verein unterstützt diese Sekundarschule intensiv seit mehreren Jahren.
Die Kinder und Jugendlichen dieser Schule kommen von weit her und werden nicht nur in dieser Schule unterrichtet, sondern wohnen auch in diesem Zentrum. Sie arbeiten auf den ausgedehnten Feldern und Gärten mit, lernen dadurch erfolgreiche Anbaumethoden und sichern dadurch die tägliche Ernährung.
Geleitet wird dieses wichtige Zentrum durch brasilianische Nonnen unter Führung der deutschstämmigen Schwester Irene Kunzler.
Nachdem wir die schönen roten T-Shirts der Firma Hensel erhalten hatten, mussten wir die nicht ganz leichte Aufgabe lösen, diese auf dem Postweg in das Zentrum Cristo Rey in Mosambik zu schicken. Trotz einiger Schwierigkeiten gelang dies und hier ist der Beweis:
Irene Kunzler, die Leiterin des Zentrums schickte uns dazu folgenden Text:
“Vielen Dank für das Paket mit den T-Shirts! Wir haben sie an alle Schüler und Schülerinnen des Zentrums verteilt, und zwar an diejenigen, die im letzten Jahr die besten schulischen Leistungen erbracht haben. Einige T‑Shirts haben wir zurückbehalten und werden sie in diesem Jahr an diejenigen vergeben, die sich gut verhalten und gute schulische Leistungen zeigen.
So können wir mit der Nähwerkstatt und den anderen Kunst‑Workshops mit unseren Mädchen und Jungen fortfahren.”
Ein zweiter Schwerpunkt unserer aktuellen Hilfsaktionen hat eher einen traurigen Hintergrund:
Seit einigen Wochen hören öfter wir in den deutschen Nachrichten von schweren Überschwemmungen in Mosambik, vor allem in den südlichen Teilen des Landes, wo wir seit vielen Jahren, zusammen mit Pater Vicente, zahlreiche Schulen und Kindergärten finanziert und unterstützt haben.
Zu dieser Naturkatastrophe schrieb uns Irene Kunzler:
“Mosambik erlebt in diesem Jahr zum zweiten Mal große und starke Überschwemmungen. Es gibt sehr viel Regen im ganzen Land. Besonders im Süden Mosambiks ist die Situation katastrophal. Aber auch im Zentrum und Norden des Landes gibt es viele Schäden durch die starken Regenfälle. Viele Familien haben ihre Häuser verloren. Felder sind völlig überflutet. Straßen sind unterbrochen. Flüsse treten über die Ufer.
Wir, die Schwestern von Notre Dame, sind an den fünf Orten in der Region des Landeszentrums, wo wir leben und arbeiten, wohlauf und wurden nicht stark getroffen. Wir haben allerdings unsere Maisfelder und Gemüsegärten verloren.
Wir sind solidarisch mit den Menschen, die leiden. Wir beten und bitten Gott um Schutz, Mut und Kraft, um unseren Weg weiterzugehen.
Herzliche Grüße an alle, eine gute Woche und Vorbereitung auf Ostern.”
Auf diese bedrohlichen Nachrichten haben wir schnell reagiert. Wenige Tage später haben wir über unseren Förderverein jeweils 7.000 € nach Ressano Garcia und an das Zentrum Cristo Rey in Gorongosa geschickt.
In Ressano Garcia im Süden des Landes koordiniert Pater Eduardo, der Nachfolger von Pater Vicente, die Hilfsaktionen und im Zentrum Cristo Rey mit Irene Kunzler.
Beide haben inzwischen die Ankunft der Gelder bestätigt und sie werden uns in Kürze über die Verwendung informieren.


